Plastik natürlich abbaubar? – Chancen und Risiken von abbaubarem Plastik

Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen | Zukunftslabore
Foto: Sandra Mehlhase, Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung

Jede Minute schütten wir Menschen so viel Plastikmüll ins Meer, wie in ein ganzes Müllfahrzeug passt. Die Tüten, Plastikflaschen, Reste von Fangnetzen und Becher schwimmen lange im Meer und zerfallen im Laufe der Jahre in kleinere Partikel. Dazu kommt Mikroplastik von Autoreifen, Kosmetik und Textilien. Diese Partikel werden abgebaut sondern lagern sich ab, werden von Tieren aufgenommen und schädigen auf Dauer den Lebensraum Meer. Nicht nur fernab im Pazifik oder Atlantik – Plastikmüll haben wir auch vor unserer Haustür: an den Nord- und Ostseestränden, an den Ufern unserer Flüsse, in Parks, Wäldern und auf unseren Feldern. Das ist erst recht erschreckend vor dem Hintergrund, dass sich in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein vergleichsweise weit fortgeschrittenes Sammel- und Recyclingsystem für Kunststoffe etabliert hat.

Können wir unsere Meere und andere natürliche Lebensräume entlasten, wenn wir für ausgewählte Produkte abbaubare Kunststoffe entwickeln und einsetzen? Steht dies dem etablierten Recyclingsystem entgegen? In welchen Anwendungsbereichen sollten Kunststoffe besser recyclebar sein, in welchen abbaubar? Und was muss hierfür die Bundesregierung leisten? Diese Fragen wollen wir in unserem Zukunftslabor Plastik am 1. Oktober 2018  in Berlin mit Wissenschaftlern, Praktikern und Umweltexperten erörtern.

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