Treffen mit IG Metall und Betriebsräten zur Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland

Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen | Zukunftslabore

Es gibt eine große Verunsicherung in diesem Land. Was passiert mit dem Automobilstandort Deutschland? Wie können auch künftig technologischer Vorsprung und gute Arbeitsplätze sichergestellt werden? Wie gelingt die Verkehrswende mit sauberer Mobilität? Was tun für Menschen, die unter Fahrverboten und Wertverlusten ihres Autos leiden? Über diese und weitere Themen haben sich Abgeordnete der Grünen Bundestagsfraktion und der Grüne Verkehrsminister aus Baden-Württemberg mit Gewerkschaftern der IG-Metall und Betriebsräten von BMW, Ford, VW, Schaeffler und Bosch in Berlin konstruktiv ausgetauscht.

Nach einer Einführung von Anton Hofreiter war das Gespräch in drei Themen aufgeteilt. 1. Die Dekarbonisierung des Automobils / E-Mobilität in Deutschland mit einem Input des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Oliver Krischer. 2. Batteriezellenproduktion mit einem Input des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestags, Cem Özdemir. 3. Gestaltung sicherer Übergänge für Beschäftigte mit einem Input der stellvertretenden Vorsitzenden Anja Hajduk.

Alle Beteiligten sprachen sich für neue Formen des strategischen Dialogs zu den bevorstehenden Umbrüchen in der Automobilindustrie aus. Die Debatte der Transformation muss öffentlich und vorwärts gerichtet geführt werden. Leider ist die Notwendigkeit einer ehrlichen Analyse noch nicht überall angekommen. Die Automobilbranche in Deutschland hätte eigentlich die besten Voraussetzungen, die Transformation, die Entwicklung neuer Technologie zu einem Gewinnerthema zu machen. Hierzu bedarf es allerdings großer Investitionen, die sich zeitnah auszahlen müssen, und einer verlässlichen Flankierung durch politische Maßnahmen. Neben der Zieldebatte brauchen wir zudem eine intensive und ergebnisorientierte Auseinandersetzung um mögliche Übergangstechnologien. Betriebliche Mitbestimmung, Tariflöhne und gute Arbeitsbedingungen müssen weiterhin Bestand haben. Klar war, wir müssen an einem Strang ziehen – für einen zukunftsfähigen Automobilstandort und Beschäftigungssicherheit in Deutschland.

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