AutorInnenpapier: Wandel der Automobilindustrie – sozial und ökologisch

Zukunftslabore

Die Gleichzeitigkeit von Klimawandel, Automatisierung und Digitalisierung stellt die Automobilbranche vor große Herausforderungen. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir weg von fossilen Verbrennungsmotoren und hin zu vollelektrifizierten Fahrzeugen. Doch wie kann die notwendige Transformation sozial und ökologisch gelingen? Welcher Voraussetzungen bedarf es, um eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für den notwendigen Wandel herzustellen?

In unserer Veranstaltungsreihe im Rahmen des Zukunftslabors „Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen“ hat die Grüne Bundestagsfraktion in den letzten Monaten intensive Gespräche mit der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Betriebsräten, den Umweltverbänden und der Wissenschaft geführt. Hierbei wurden jeweils die Perspektiven der Hersteller, der Beschäftigten, der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der vom Strukturwandel betroffenen Regionen beleuchtet.

In dem vorliegenden Autor*innenpapier haben Anton Hofreiter, Anja Hajduk, Oliver Krischer, Cem Özdemir, Beate Müller-Gemmeke und Stephan Kühn die für sie zentralen Ergebnisse dieser Laborveranstaltungen zusammengetragen und ihre politischen Forderungen zusammengefasst. Hiernach braucht es klarer politischer Rahmenentscheidungen und ordnungsrechtlicher Vorgaben, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Gleichzeitig müssen

1. die Beschäftigten mitgenommen werden, indem ein neues „Qualifizierungs-Kurzarbeitergeld“ eingeführt wird,

2. die Mitbestimmungsrechte ausgebaut werden, indem Betriebsräte stärker bei der Personalentwicklung eingebunden werden und die Mitbestimmungsrechte bei der Weiterbildung erweitert werden, etwa indem Betriebs- und Personalräte selbst ein Initiativrecht erhalten,

3. über eine echte sozial-ökologische Staffelung der E-Autoförderung insbesondere kleine und energieeffiziente Fahrzeuge auf die Straße gebracht (Während der Kauf eines 60.000 Euro teuren Pkw’s weiterhin mit 2.000 Euro gefördert würde, stiege die Förderung schrittweise auf bis zu 5.000 Euro für Autos unter 30.000 Euro) und schließlich

4. regionale Transformationsmittel zur Verfügung gestellt werden, um insbesondere die vom Strukturwandel betroffenen Zulieferer der 2. und 3. Reihe zu unterstützen, ihre Produkte und Produktionsprozesse zu ökologisieren und den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden.

Das vollständige Papier findet sich hier:

https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/mobilitaet/pdf/autorenpapier-automobilindustrie.pdf

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